Hortkinder entdecken ihre Liebe zur Kust

Vernisage

Hortkinder entdecken ihre Liebe zur Kunst

 

„Wenn mir langweilig ist, dann mache ich Kunst (…) Ich kann mich frei fühlen, Gedanken ausschütten – ich explodiere“, so beschreibt Henri Böing seine ersten künstlerischen Erfahrungen.

Und wie das dann aussieht, wenn so ein Künstler explodiert, das konnte man im Frühling in der Aula der Grund- und Mittelschule Zolling bestaunen,

denn dort zeigten die Hortkinder des Kinderstüberls die Ergebnisse aus einem mehrwöchigen Kunstprojekts.

Ganz viel Freiheit und nur gerade so viele Vorgaben, wie nötig, das war das Konzept von Sozialpädagogin Hanni Jungbeck.

Die stellvertretende Leiterin des Horts ist selbst leidenschaftliche Malerin und wollte diesen Funken an die Kinder weitergeben.

Entfacht hat sie damit am Ende bei vielen ein Feuer, wie eben beim siebenjährigen Henri. „Die starken Augen“ hat er sein Bild genannt und inspiriert

haben ihn tatsächlich die Werke von Hanni Jungbeck selbst.

Jonas Rattenhuber dagegen fand den Stil von Hundertwasser faszinierend und hat deshalb ein „Dorf nach Hundertwasser“ auf die Leinwand gebracht.

Denn während des gut dreimonatigen Projekts haben die Kinder nicht einfach nur gemalt. Nein, sie haben verschiedene Künstler kennengelernt,

verschiedene Stile entdeckt und erfahren, dass die Profis oftmals zuerst Skizzen ihrer Werke anfertigen, bevor es an die Arbeit mit Farben geht.

Und genau so sind sie dann auch vorgegangen. „Sie haben sich für ihre Werke gut drei Wochen Zeit genommen, haben Skizzen erarbeitet und

Titel festgelegt“, schwärmt die Projektleiterin bei der Ausstellung.

 

Bei der Arbeit stand die Experimentierfreude dann ganz großgeschrieben und so haben die Kinder beim Malen erfahren, wie man Farben mischen kann und wie diese auf Leinwand wirken.

„Sie haben auch erlebt, dass manchmal Dinge auf der Leinwand anders aussehen, als vorher im Kopf“, plaudert Hanni Jungbeck aus dem Nähkästchen,

denn dieses Phänomen kennt wohl jeder Künstler. Und am Ende waren sie doch alle stolz auf ihre Ergebnisse und präsentierten sie im April stilecht in einer Vernissage.

 

Übrigens: Hanni Jungbeck wird auch bald ihre Werke öffentlich präsentieren, nämlich im Februar 2025 im Alten Gefängnis in Freising in ihrer ersten eigenen Ausstellung.

 

Da kann sie sich ja vorab schon mal Tipps von ihren Hortkindern holen, wie sich das dann so anfühlt, wenn man als Künstlerin ganz im Mittelpunkt steht.